Warum ich trotz 3,6% kaufe — die NAV-These

Meine normale Dividenden-Qualitätsschwelle liegt bei ≥8% YOC. Farmland Partners erfüllt das nicht annähernd. Warum kaufe ich trotzdem?

Bei Farmland-REITs gilt ein anderes Bewertungs-Framework als bei Shipping oder Mining. Der dominante Werttreiber ist nicht der laufende Cashflow, sondern der Substanzwert des gehaltenen Ackerlandes. Ackerland in den USA ist begrenzt verfügbar, wird nicht mehr "produziert" — während die globale Nahrungsmittelnachfrage durch Bevölkerungswachstum und proteinkonsumsteigerung steigt.

FPI handelt zum Analysezeitpunkt (Juli 2026) mit einem Discount auf den Net Asset Value (NAV) des gehaltenen Landes. Das bedeutet: Der Markt schätzt die Aktie aktuell niedriger ein als der Wert der Immobilien, die das Unternehmen hält. Das ist die Asymmetrie, die ich interessant finde.

Dividendenrendite

~3,6%

Stand Juli 2026 (Analysedatum)

Bewertung

NAV-Discount

Unter Substanzwert gehandelt

Asset-Typ

Ackerland USA

Endlicher Real-Asset

Video: Vollständige FPI-Analyse (REIT #09)

Farmland Partners FPI REIT #09 Analyse Juli 2026
Farmland Partners: 3,6% Dividende — trotzdem kaufe ich (REIT #09)

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Die Ackerland-These im Detail

Farmland Partners hält direkt Land in den USA — primär in den Haupt-Agrarregionen (Corn Belt, Südoststaaten). Das Unternehmen verpachtet dieses Land an Landwirte, die Pachteinnahmen bilden den Cashflow.

Die strukturelle Grundthese ist simpel: Weltweit geht jeden Tag Ackerland verloren — durch Bebauung, Erosion, Desertifikation. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Nahrungsmitteln. Das ergibt einen langfristigen Preisdruck auf Ackerland, der sich über Jahrzehnte entfaltet.

FPI ist eine Möglichkeit, an dieser These zu partizipieren — ohne selbst Landwirtschaft zu betreiben. Das Risiko liegt im REITs-spezifischen Zinsrisiko (steigende Zinsen drücken NAV-Bewertungen), im Klimarisiko einzelner Regionen und in der niedrigen Liquidität des Bestands.

Warum 3,6% trotzdem "okay" ist

Die 3,6% Dividendenrendite ist der laufende Cashflow aus den Pachteinnahmen. Der eigentliche Rendite-Treiber ist die langfristige Wertsteigerung des Ackerlandes selbst. Das ist ein anderes Rendite-Profil als CMB.Tech oder TORM — eher wie eine Kombination aus Real-Asset-Absicherung und moderatem Cashflow.

Ich kaufe FPI nicht für den kurzfristigen Yield, sondern als Diversifikation innerhalb des REIT-Anteils im Depot — weg von rein zinsabhängigen Office- oder Retail-REITs, hin zu einem echten Real-Asset mit knappem Angebot.

Depot-Einordnung

Position: Scalable Capital (öffentlich via Parqet). Das ist ein Aufbau in kleiner Position, die Gewichtung liegt deutlich unter meinen Shipping-Kernpositionen. Keine Anlageempfehlung — meine persönliche Einordnung als Depotinhaber.

Weiterführende Analysen

Disclaimer: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Alle Angaben sind persönliche Meinung, Stand Juli 2026. Investitionen in REITs sind mit Risiken verbunden. Bitte konsultiere einen unabhängigen Finanzberater. Position: FPI befindet sich in meinem Depot (Scalable Capital, öffentlich via Parqet).
Marco Bozem — Unabhängiger Investor

Marco Bozem

Unabhängiger Investor mit Fokus auf Hard Assets & Dividenden — Shipping, Mining, Energie, Pipelines, REITs. REIT-Serie läuft seit 2024.

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