Zehn Jahre Unterinvestition, explodierende Nachfrage durch E-Mobilität, Energiewende, Rechenzentren & KI – und eine Mining-Industrie, die kaum nachkommt. Für mich beginnt jetzt ein neuer Rohstoff Superzyklus, den ich mit einer klaren Dividenden- & Hard-Asset-Strategie spiele.
Datenbasis u. a. von IEA, USGS, Visual Capitalist & eigenen Auswertungen von MB Capital Strategies.
Die meisten Anleger denken kurzfristig: „Inflation runter, Rohstoffe uninteressant.“ Aber unter der Oberfläche baut sich etwas Größeres auf: Eine Kombination aus jahrelanger Unterinvestition im Mining, neuen Megatrends und politischen Hürden, die das Angebot künstlich knapp halten.
Genau diese Phase versuche ich mit einer Kombination aus Hard Assets, Dividendenwerten und Cyclical Plays zu spielen.
Ein zentraler Punkt im Superzyklus: Die Kontrolle über kritische Rohstoffe liegt bei wenigen Ländern. Viele westliche Industrienationen haben ihre Förderkapazitäten vernachlässigt – gleichzeitig steigt die Abhängigkeit von Importen.
Das ist kein theoretisches Risiko, sondern harte Geopolitik: Wer Kupfer, seltene Erden, Uran, Lithium & Phosphate kontrolliert, hat massiven Einfluss auf Industrie, Energieversorgung und Verteidigung.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die in vielen Mainstream-Diskussionen fehlt: Minen sind extrem langsam. Von der ersten Exploration bis zur Produktion vergehen oft:
Gleichzeitig wurde die Branche über ein Jahrzehnt kaputtgespart: Aktionäre wollten Dividenden & Buybacks, Banken waren bei Großprojekten zurückhaltend, ESG-Regularien wurden strenger – das Ergebnis: zu wenig neue Projekte.
Selbst wenn heute überall neue Minen genehmigt würden, kämen viele nicht vor 2030 in die Produktion. Das ist der Kern des Superzyklus: Das Angebot kann auf die Nachfragewelle nicht schnell genug reagieren.
Auf der Nachfrageseite haben wir mehrere Megatrends, die nicht wegdiskutiert werden können: E-Mobilität, Stromnetzausbau, erneuerbare Energien, Batterien und Rechenzentren. All das frisst Metalle & Energie.
Der nächste Gamechanger ist der Stromhunger von Rechenzentren & KI. Je mehr KI-Modelle, Cloud-Services und Streaming wir nutzen, desto größer der Bedarf an Energie – und damit an Rohstoffen für Netze, Speicher & Kraftwerke.
Parallel zur Energiewende bleibt die Welt noch lange auf Öl & Gas angewiesen. Viele Prognosen zeigen: Der Konsum bleibt hoch, während Investitionen in neue Projekte hinterherhinken – besonders bei konventionellem Öl.
Für meine Strategie spielen hier vor allem Midstream & Pipelines (z. B. North American Midstream), integrierte Energiekonzerne und qualitative High-Yield-Energy-Werte eine Rolle – nicht als Wette auf den Ölpreis, sondern als Cashflow-Baustein.
Mehr dazu findest du im Pipelines & Midstream Hub und im Hard Asset Guide.
Ohne Kupfer läuft nichts: E-Autos, Ladeinfrastruktur, Windräder, Solarparks, Netzausbau & Rechenzentren brauchen enorme Mengen. Gleichzeitig sinken Erzgrade, Minen werden komplexer und politisch riskanter.
Tiefer gehe ich im Mining-Hub auf die wichtigsten Kupfer- & Rohstoff-Player ein.
👉 Vertiefende Analyse: Kupfer Superzyklus ab 2026 – Nachfrage, Angebot & Strategie
Parallel zur Dekarbonisierung erlebt die Kernenergie ein Comeback: Laufzeitverlängerungen, Neubauten und SMR-Konzepte (Small Modular Reactors) erhöhen den langfristigen Uranbedarf deutlich.
Uran ist politisch & zyklisch, aber in der Superzyklus-Logik ein klarer Kandidat für strukturelle Knappheit.
👉 Vertiefende Analyse: Uran Superzyklus ab 2026 – Kernenergie, Angebot & Strategie
Nickel ist ein Schlüsselrohstoff für die Industrie und ein zentraler Baustein moderner Batterietechnologien (NMC, NCA). Besonders hochwertiges Class-1-Nickel bleibt trotz kurzfristiger Überkapazitäten knapp.
Nickel bleibt volatil, ist aber ein essenzieller Superzyklus-Rohstoff für Elektrifizierung & Industrie.
Zink ist einer der unterschätztesten Rohstoffe im Superzyklus. Über 50 % der Nachfrage stammen aus Bau, Infrastruktur und Korrosionsschutz.
Zink profitiert weniger von Hype, dafür stark von staatlichen Infrastrukturprogrammen und Re-Industrialisierung.
Neben Kupfer, Uran, Nickel & Zink rücken weitere kritische Metalle in den Fokus: Lithium, Graphit, Kobalt, Mangan, Phosphate & seltene Erden.
Viele dieser Rohstoffe sind hochspekulativ. Ich nutze sie eher ergänzend und fokussiere mich im Kern auf Cashflow-starke Produzenten & Infrastruktur.
Ich will den Superzyklus nicht als reinen Zock spielen, sondern als Cashflow-getriebenen Hard-Asset-Ansatz. Konkret heißt das:
Wie ich das im Depot umsetze, zeige ich im Detail in meiner Depot-Strategie und im Hard Asset Guide. Dort siehst du, wie Hard Assets, High Yield & konservativere Cashflow-Bausteine zusammen ein Bild ergeben.
Wenn du tiefer einsteigen willst:
👉 Mining Aktien Überblick
👉 High-Yield Aktien & Cashflow
👉 Pipelines & Midstream Hub
Teile des Zyklus laufen bereits im Hintergrund. Ich sehe 2024–2025 als Akkumulationsphase und ab 2026 als Phase, in der die Angebotslücken deutlich sichtbarer werden – besonders bei Kupfer, Uran und kritischen Metallen.
Nichts an der Börse ist sicher. Aber die Kombination aus Unterinvestition, langen Projektlaufzeiten, politischer Regulierung und steigender Nachfrage ist aus meiner Sicht ein sehr starkes Setup. Trotzdem: Kein Freifahrtschein, sondern ein Szenario mit Chancen und Risiken.
Ja – deshalb setze ich nicht nur auf Zyklik, sondern kombiniere sie mit Cashflow-Qualität, soliden Bilanzen und einer klaren Gewichtung im Gesamtdepot. Rohstoffe sind bei mir ein wichtiger Baustein, aber nicht 100 %.
In meinem Blog und auf meinem YouTube-Kanal vertiefe ich viele dieser Themen – inklusive konkreter Aktienanalysen, Depot-Updates & Cashflow-Auswertungen.