Veröffentlicht: 24.03.2026 · Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der Information und persönlichen Einordnung. Keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
ConocoPhillips (NYSE: COP) ist der weltweit größte unabhängige Exploration- und Produktionskonzern mit einer Marktkapitalisierung von rund 130 Mrd. USD. Das Unternehmen wurde 2012 durch die Aufspaltung des früheren ConocoPhillips in einen Upstream- (COP) und einen Downstream-Teil (Phillips 66) geschaffen – seitdem konzentriert sich COP ausschließlich auf Öl- und Gasförderung.
Die strategische Positionierung ist klar: ConocoPhillips will der kostengünstigste, am längsten laufende und aktionärsfreundlichste E&P-Konzern der Welt sein. Die Übernahme von Marathon Oil im Jahr 2024 hat das Portfolio zusätzlich gestärkt und die Permian-Basin-Position massiv ausgebaut. Heute produziert COP rund 1,9–2,0 Mio. boe/d – mehr als viele integrierte Ölkonzerne.
Goldman Sachs hat ConocoPhillips auf die begehrte Conviction Buy List gesetzt – eine Auszeichnung, die nur wenigen Aktien vorbehalten ist. Die Begründung ist nachvollziehbar und basiert auf drei Säulen:
| Ticker | COP (NYSE) |
| Marktkapitalisierung | ca. 130 Mrd. USD |
| Produktion 2025 | ca. 1,9–2,0 Mio. boe/d |
| Bewiesene Reserven | ~17 Jahre Reichweite |
| Dividendenrendite | ca. 3,2 % |
| Total Shareholder Yield | ca. 7 % (Dividende + Buybacks) |
| Shareholder Returns p.a. | $9 Mrd. (Dividende + Rückkäufe) |
| KGV (2025e) | ca. 11x |
| EV/EBITDA | ca. 5,2x |
| Net Debt/EBITDA | ca. 0,5x |
| Break-even (WTI) | ca. $40/bbl |
| FCF-Yield | ca. 9–10 % |
Die Kombination aus 3,2 % Dividendenrendite und massiven Aktienrückkäufen ergibt einen Total Shareholder Yield von rund 7 %. Für einen Large-Cap E&P-Wert mit Investment-Grade-Rating und dieser Bilanzstärke ist das außergewöhnlich. Die Nettoverschuldung von 0,5x EBITDA ist praktisch konservativ – COP könnte deutlich mehr Schulden aufnehmen, wählt aber bewusst finanzielle Disziplin.
ConocoPhillips verfügt über eine der tiefsten Reservenbasen im globalen E&P-Sektor. Die bewiesenen Reserven reichen für rund 17 Jahre Produktion auf aktuellem Niveau – verglichen mit 8–12 Jahren bei den meisten Wettbewerbern. Dieser Vorteil ist das Ergebnis jahrelanger disziplinierter Akquisitionspolitik: Die Concho Resources-Übernahme (2021) und die Marathon Oil-Übernahme (2024) haben das Permian-Basin-Portfolio massiv vertieft.
Das Portfolio ist geografisch diversifiziert: Permian Basin (Texas/New Mexico), Eagle Ford (Texas), Bakken (North Dakota), Alaska (Willow Project und ConocoPhillips Alaska), Kanada (Montney/Duvernay), Norwegen (Greater Ekofisk) und Australien (APLNG). Diese Breite reduziert regulatorisches Einzelrisiko und bietet Flexibilität bei der Kapitalallokation.
ConocoPhillips hat eines der aggressivsten Shareholder-Return-Programme im Sektor. Die Strategie ist zweistufig: Eine wachsende Basisdividende (aktuell $3,12/Jahr, +34 % seit 2022) plus ein massives Aktienrückkauf-Programm. Zusammen fließen rund $9 Mrd. pro Jahr an die Aktionäre.
Die reine Dividendenrendite von 3,2 % mag auf den ersten Blick bescheiden wirken – aber der Total Shareholder Yield von 7 % erzählt die eigentliche Geschichte. Die Aktienrückkäufe reduzieren die ausstehenden Aktien systematisch, was den Gewinn pro Aktie und damit den Aktienkurs langfristig stützt. Seit 2022 hat COP die Aktienzahl um rund 8 % reduziert. Für langfristige Investoren ist das ein enormer Compounder-Effekt.
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