| Superzyklus | Zeitraum | Haupttreiber |
|---|---|---|
| 1. Superzyklus | 1890–1910er | US-Industrialisierung, Eisenbahnbau |
| 2. Superzyklus | 1930–1950er | WWII-Rüstung, Wiederaufbau Europa |
| 3. Superzyklus | 1960–1970er | Baby-Boom, US-Infrastruktur, Ölkrise |
| 4. Superzyklus | 2000–2011 | China-Industrialisierung, EM-Wachstum |
| 5. Superzyklus? | 2020+ | Energiewende, Deglobalisierung, Unterinvestition |
Der aktuelle potenzielle Superzyklus wird durch mehrere strukturelle Faktoren getrieben:
Ein Rohstoff-Superzyklus ist eine langfristige (10–20 Jahre) Phase deutlich über dem langfristigen Durchschnitt liegender Rohstoffpreise. Er entsteht wenn Nachfrage durch strukturelle Faktoren (Industrialisierung, Technologiewandel) schneller wächst als das Angebot reagieren kann. Die langjährige Unterinvestition führt zur "Supply Crunch" – knapper Angebotsseite bei hoher Nachfrage.
Die Meinungen gehen auseinander. Argumente dafür: strukturelle Kupfer-Knappheit durch Energiewende, jahrelange Unterinvestition in Minen, steigende Rüstungsausgaben. Argumente dagegen: China-Wachstumsverlangsamung, höhere Zinsen bremsen Investitionen. Ein breiter Rohstoff-Superzyklus muss noch bewiesen werden – einzelne Rohstoffe (Gold, Kupfer) zeigen aber klare strukturelle Bullmärkte.