Glossar – Hard Assets, Cashflow & Dividenden

Hier findest du alle wichtigen Begriffe, die ich in meinen Analysen, Videos und Blogartikeln nutze – von Dividenden & Kennzahlen über Rohstoffzyklen bis hin zu Shipping, Orderbuch, ETS Maritime, FuelEU & grüner Schifffahrt. Kurz, verständlich und auf Cashflow & Hard Assets optimiert.

Cashflow, Dividenden & Rückflüsse

Dividende
Die Dividende ist die regelmäßige Ausschüttung eines Unternehmens an seine Aktionäre. Sie wird aus Gewinnen bzw. Cashflows bezahlt und stellt für Einkommensinvestoren den zentralen Baustein ihres Cashflows dar.
Dividendenrendite
Die Dividendenrendite ist die jährliche Dividende je Aktie geteilt durch den aktuellen Kurs. Sie zeigt, wie viel Prozent Ausschüttung du auf dein eingesetztes Kapital bekommst – unabhängig von Kursbewegungen.
Yield on Cost (YoC)
Yield on Cost misst die Dividendenrendite auf deinen ursprünglichen Einstiegskurs. Steigen die Dividenden, wächst dein YoC mit – obwohl dein Einstand unverändert bleibt.
Yield
Yield steht allgemein für Rendite im Verhältnis zu deinem eingesetzten Kapital. Im Dividendenkontext meist: jährliche Ausschüttung geteilt durch aktuellen Kurs.
Ausschüttung
Die Ausschüttung ist der absolute Betrag, den ein Unternehmen als Dividende oder Distribution an seine Anteilseigner zahlt. Sie bildet die Basis deines monatlichen bzw. jährlichen Cashflows.
Ausschüttungsquote (Payout Ratio)
Die Ausschüttungsquote zeigt, wie viel Prozent des Gewinns oder Cashflows als Dividende ausgeschüttet werden. Sehr hohe Quoten lassen wenig Puffer für Krisen oder Investitionen.
Sonderdividende
Eine Sonderdividende ist eine einmalige, zusätzliche Ausschüttung – oft nach außergewöhnlich starken Jahren, Asset-Verkäufen oder Sondersituationen.
Free Cashflow (FCF)
Der Free Cashflow ist der operative Cashflow abzüglich Investitionen (CapEx). Er zeigt, wie viel tatsächlich frei ist für Dividenden, Aktienrückkäufe und Schuldenabbau.
Operativer Cashflow
Der operative Cashflow umfasst die laufenden Geldzuflüsse aus dem Kerngeschäft. Er ist weniger manipulierbar als der buchhalterische Gewinn und daher für Cashflow-Investoren zentral.
Free-Cashflow-Marge
Die Free-Cashflow-Marge setzt den Free Cashflow ins Verhältnis zum Umsatz. Hohe FCF-Margen deuten auf ein sehr profitables, kapitalstarkes Geschäftsmodell hin.
Free-Cashflow-Yield
Der Free-Cashflow-Yield ist der Free Cashflow je Aktie geteilt durch den Aktienkurs. Er zeigt, welche „Cashflow-Rendite“ du auf dein eingesetztes Kapital bekommst.
Total Return
Total Return ist die Gesamtperformance aus Kursgewinnen und reinvestierten Dividenden. Für langfristige Investoren ist er wichtiger als der reine Kursverlauf.
Aktienrückkauf (Share Buyback)
Beim Aktienrückkauf reduziert ein Unternehmen die Anzahl ausstehender Aktien. Dadurch steigt dein prozentualer Anteil am Unternehmen, häufig auch Gewinn je Aktie und langfristig oft der Kurs.

Kennzahlen, Margen & Bewertung

KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)
Das KGV setzt Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie. Niedrige KGVs können auf Unterbewertung hindeuten – oder auf strukturelle Probleme.
Forward-KGV
Das Forward-KGV nutzt erwartete zukünftige Gewinne. Es zeigt, wie der Markt die künftige Ertragskraft eines Unternehmens einschätzt.
KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis)
Das KBV vergleicht den Aktienkurs mit dem Buchwert je Aktie. Besonders wichtig bei Asset-intensiven Geschäftsmodellen wie Shipping oder REITs.
KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis)
Das KUV setzt den Börsenwert ins Verhältnis zum Umsatz. Nützlich bei Wachstumsunternehmen, wenn Gewinne schwanken oder noch niedrig sind.
PEG Ratio
Die PEG Ratio setzt das KGV ins Verhältnis zum Gewinnwachstum. Werte unter 1 deuten oft auf eine günstige Bewertung im Verhältnis zum Wachstum hin.
Enterprise Value (EV)
Der Enterprise Value ist der gesamte Unternehmenswert (Marktkapitalisierung + Schulden − Cash). Er bildet die Basis für Kennzahlen wie EV/EBITDA.
EV/EBITDA
EV/EBITDA setzt den Unternehmenswert ins Verhältnis zum EBITDA. Beliebte Bewertungskennzahl, weil sie unabhängig von Kapitalstruktur und Steuern ist.
EV/Sales
EV/Sales ist der Enterprise Value geteilt durch den Umsatz. Wird häufig bei zyklischen oder noch wenig profitablen Unternehmen genutzt.
EPS (Earnings per Share)
EPS ist der Gewinn je Aktie. Basis für KGV-Berechnungen und ein wichtiger Indikator für die Ertragskraft einer Firma.
EBIT
EBIT ist der Gewinn vor Zinsen und Steuern. Er zeigt, wie profitabel das operative Geschäft unabhängig von Finanzierung ist.
EBITDA
EBITDA ist der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Oft genutzt, um die operative Cash-Generierung eines Unternehmens zu bewerten.
EBIT-Marge
Die EBIT-Marge ist EBIT geteilt durch Umsatz. Sie zeigt, wie viel operativer Gewinn aus einem Euro Umsatz hängen bleibt.
EBITDA-Marge
Die EBITDA-Marge setzt EBITDA ins Verhältnis zum Umsatz. Nützlich, um Geschäftsmodelle und Branchen unabhängig von Abschreibungen zu vergleichen.
Bruttomarge (Gross Margin)
Die Bruttomarge ist Umsatz abzüglich direkter Kosten (z. B. Material, Transport). Hohe Bruttomargen lassen oft Raum für starke Gewinne und Cashflows.
Gewinnmarge (Net Margin)
Die Gewinnmarge misst den Nettogewinn im Verhältnis zum Umsatz. Sie zeigt, wie viel vom Umsatz nach allen Kosten und Steuern übrig bleibt.
Umsatzwachstum
Das Umsatzwachstum zeigt, wie stark die Erlöse eines Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Dauerhaftes Wachstum stützt Gewinne und Dividenden.
Margin of Safety
Die Margin of Safety ist der Sicherheitsabstand zwischen Kaufpreis und geschätztem inneren Wert. Je größer der Puffer, desto mehr Fehler verzeiht eine Analyse.
Value Trap
Eine Value Trap ist eine scheinbar günstige Aktie mit niedrigen Multiples, deren Geschäftsmodell aber strukturell schwach ist – der Kurs fällt trotz „günstiger“ Kennzahlen weiter.

Bilanz, Verschuldung & Liquidität

Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote zeigt, wie viel Prozent der Bilanzsumme durch Eigenkapital finanziert sind. Hohe Quoten bedeuten meist stabilere Bilanzen.
Verschuldungsgrad (Debt-to-Equity)
Der Verschuldungsgrad setzt Schulden ins Verhältnis zum Eigenkapital. Hohe Werte signalisieren Hebel – Chance und Risiko zugleich.
Net Debt (Nettoverschuldung)
Net Debt sind Finanzschulden abzüglich liquider Mittel. Sie zeigt, wie stark ein Unternehmen tatsächlich verschuldet ist.
Net Debt / EBITDA
Net Debt / EBITDA gibt an, wie viele Jahre ein Unternehmen bei konstantem EBITDA theoretisch bräuchte, um seine Nettoschulden abzubauen.
Liquidität 1. Grades (Quick Ratio)
Die Quick Ratio setzt kurzfristige, hochliquide Mittel ins Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten. Sie misst, wie gut ein Unternehmen seine kurzfristigen Verpflichtungen sofort bedienen kann.
Liquidität 2. Grades (Current Ratio)
Die Current Ratio vergleicht kurzfristige Vermögenswerte mit kurzfristigen Verbindlichkeiten. Werte über 1 deuten auf solide kurzfristige Zahlungsfähigkeit hin.
Liquidität 3. Grades (Cash Ratio)
Die Cash Ratio setzt Kassenbestand und Bankguthaben ins Verhältnis zu kurzfristigen Schulden. Sie ist die strengste Liquiditätskennzahl.

Rentabilität & Kapitalrenditen

ROE (Return on Equity)
ROE misst den Gewinn im Verhältnis zum Eigenkapital. Hohe Werte zeigen, dass das eingesetzte Eigenkapital effizient arbeitet.
ROA (Return on Assets)
ROA misst, wie profitabel die gesamte Bilanzsumme eingesetzt wird. Interessant besonders bei Asset-intensiven Unternehmen wie Reedereien oder REITs.
ROIC (Return on Invested Capital)
ROIC zeigt die Rendite auf das tatsächlich investierte Kapital. Langfristig ist eine ROIC deutlich über den Kapitalkosten ein starkes Qualitätsmerkmal.
Cash Conversion
Die Cash Conversion beschreibt, wie gut buchhalterische Gewinne in echten Cashflow übergehen. Schwache Cash Conversion ist ein Warnsignal für aggressive Bilanzierung oder hohe Working-Capital-Bindung.

Makro, Zyklen & Inflation

Inflation
Inflation beschreibt den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus. Sie frisst Kaufkraft und bevorzugt reale Sachwerte und Unternehmen mit Preissetzungsmacht.
Disinflation
Disinflation ist das Zurückgehen der Inflationsrate – Preise steigen noch, aber langsamer. Oft ein Übergangsstadium nach Hochinflationsphasen.
Rezession
Eine Rezession ist ein breiter, meist mehrquartaliger wirtschaftlicher Abschwung. Viele zyklische Sektoren leiden, während defensive Cashflow-Werte stabiler bleiben.
Stagflation
Stagflation kombiniert schwaches Wachstum mit hoher Inflation. Ein schwieriges Umfeld, in dem reale Assets und Cashflow-Werte oft besser abschneiden.
Zinszyklus
Der Zinszyklus beschreibt die Phasen steigender und fallender Leitzinsen. Er beeinflusst Bewertungen, Refinanzierungskosten und Kapitalflüsse massiv.
Commodity Supercycle
Ein Commodity Supercycle ist eine langjährige Phase strukturell hoher Rohstoffpreise durch Unterinvestitionen, neue Nachfragewellen oder geopolitische Verschiebungen.
Rohstoffzyklus
Der Rohstoffzyklus besteht aus Unterangebot, steigenden Preisen, anschließenden Überinvestitionen und späterem Überangebot mit fallenden Preisen.

Rohstoffe & Hard Assets

Hard Assets
Hard Assets sind reale, physische Vermögenswerte wie Öl- und Gasfelder, Minen, Tankerflotten, Pipelines, Infrastruktur oder Immobilien – ideal für inflationsgeschützten Cashflow.
Eisenerz (Iron Ore)
Eisenerz ist ein Schlüsselrohstoff für Stahlproduktion. Nachfrage und Preise treiben u. a. Dry-Bulk-Raten und die Profite vieler Minenunternehmen.
Kupfer
Kupfer ist der zentrale Leitmetall-Rohstoff der Energiewende (Stromnetze, E-Autos, Infrastruktur) und damit strukturell spannend für Hard-Asset-Investoren.
Metallkohle
Metallkohle (Coking Coal) wird für die Stahlproduktion benötigt. Sie unterscheidet sich von Thermalkohle und hat eigene Angebots- und Nachfragezyklen.
Thermalkohle
Thermalkohle wird primär zur Stromerzeugung verbrannt. Preise und Nachfrage sind stark von Energiepolitik, Gaspreisen und Wetter abhängig.
NGL (Natural Gas Liquids)
NGLs sind Flüssigstoffe wie Propan, Butan, Ethan, die aus Gasströmen gewonnen werden. Sie sind ein wichtiger Einnahmetreiber für viele Midstream-Unternehmen.

Midstream, Energie & Infrastruktur

Midstream
Midstream-Unternehmen transportieren und lagern Öl, Gas und NGLs – etwa über Pipelines, Terminals und Speicher. Sie verdienen häufig mit langfristigen, volumenbasierten Verträgen und sind klassische Cashflow-Werte.
Pipeline-Kapazität
Die Pipeline-Kapazität beschreibt, wie viel Volumen eine Pipeline pro Tag transportieren kann. Auslastung und Kapazitätsengpässe beeinflussen Erlöse und Preissetzungsmacht.
Throughput
Throughput ist der tatsächliche Durchsatz (z. B. Barrel pro Tag) durch eine Pipeline oder ein Terminal. Viele Midstream-Verträge sind volumenabhängig.
Fractionation
Fractionation ist der Prozess, bei dem NGL-Gemische in einzelne Produkte wie Propan oder Butan getrennt werden. Betreiber verdienen Gebühren auf diese Veredelungsstufe.
Tolling Model
Beim Tolling Model wird Infrastruktur gegen feste Gebühren bereitgestellt. Der Betreiber verdient an Kapazität und Durchsatz, ohne direkt Preisrisiko der Rohstoffe zu tragen.
Take-or-Pay
Take-or-Pay-Verträge sichern dem Betreiber Mindestumsätze, auch wenn der Kunde die gebuchte Kapazität nicht voll nutzt. Sehr attraktiv für Cashflow-Stabilität.
Upstream
Upstream umfasst Exploration und Förderung von Öl und Gas. Stark zyklisch, aber mit hohem Hebel auf Rohstoffpreise.
Downstream
Downstream umfasst Raffinerien, Petrochemie und Vertrieb (z. B. Tankstellen). Margen hängen stark von Crack-Spreads und Nachfrage nach Endprodukten ab.

REITs, BDCs & Tools

REIT (Real Estate Investment Trust)
REITs sind börsennotierte Immobiliengesellschaften, die einen Großteil ihrer Gewinne ausschütten müssen. Sie bieten oft hohen, stabilen Cashflow, aber sind zinssensitiv.
BDC (Business Development Company)
BDCs vergeben Kredite an mittelständische Unternehmen, häufig mit Sicherheiten. Sie schütten einen Großteil der Gewinne aus und sind typische High-Yield-Dividendenwerte.
Toolbox
Unter der Toolbox bündle ich alle Broker, Analysetools und Services, die ich selbst nutze – inkl. Rabatten und Boni für die Community.

Steuern & Regulierung

Withholding Tax (Quellensteuer)
Die Quellensteuer ist eine Steuer, die im Ausland direkt auf Dividenden einbehalten wird. Je nach Land lässt sie sich anrechnen oder per Formular ganz oder teilweise zurückholen.
Ex-Dividenden-Tag
Am Ex-Dividenden-Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt. Für den Erhalt der Dividende musst du die Aktie spätestens am Tag davor im Depot haben.
Terminkontrakt
Ein Terminkontrakt verpflichtet Käufer und Verkäufer, einen Rohstoff zu einem späteren Zeitpunkt zu einem heute fixierten Preis zu handeln.

Shipping – Segmente, Zyklen & Märkte

Dry Bulk
Dry Bulk umfasst trockene Schüttgüter wie Erz, Kohle und Getreide. Die Nachfrage bestimmt maßgeblich die Einnahmen von Bulk-Reedereien.
Bulk-Carrier
Bulk-Carrier sind Frachtschiffe für Schüttgüter. Ihre Erträge hängen stark von Charterraten und dem Baltic Dry Index ab.
Capesize
Capesize-Schiffe sind die größten Bulk-Carrier und fahren vor allem lange Erz- und Kohlerouten zwischen Kontinenten. Kleine Angebotsänderungen können hier massive Rate-Spikes auslösen.
Panamax
Panamax-Schiffe sind so dimensioniert, dass sie durch den alten Panamakanal passten. Sie werden breit im Bulk- und Containerhandel eingesetzt.
Kamsarmax
Kamsarmax-Schiffe sind eine optimierte Panamax-Variante für bestimmte Häfen. Sie sind besonders im Erz- und Kohletransport relevant.
Handymax
Handymax-Bulk-Carrier sind mittelgroße Schiffe mit hoher Einsatzflexibilität auf diversen Routen.
Handysize
Handysize-Bulk-Carrier sind kleinere Schiffe, die auch kleinere Häfen anlaufen können. Flexibilität geht hier meist vor maximalen Dayrates.
Aframax
Aframax-Tanker sind mittelgroße Rohöltanker (ca. 80–120.000 dwt). Sie sind wichtig für regionale Öltransporte und profitieren stark von steigenden Dayrates.
Suezmax
Suezmax-Tanker sind so dimensioniert, dass sie den Suezkanal voll beladen passieren können. Sie spielen eine zentrale Rolle im Öltransport zwischen Atlantik und Asien.
VLCC
VLCC-Tanker (Very Large Crude Carrier) fassen typischerweise 200–320.000 dwt. In Hochphasen können Dayrates hier explodieren und Gewinne fast parabolisch laufen.
ULCC
ULCC-Tanker sind die größten Rohöltanker der Welt. Sie sind selten, aber extrem profitabel, wenn die Nachfrage nach Transportkapazität sehr hoch ist.
Crude Tanker
Crude Tanker transportieren Rohöl. Wichtige Klassen sind Aframax, Suezmax, VLCC und ULCC.
Produktentanker
Produktentanker transportieren raffinierte Ölprodukte wie Benzin, Diesel und Kerosin. Sie profitieren von Handelsströmen zwischen Raffinerien und Verbrauchsregionen.
MR Tanker
MR (Medium Range) Tanker sind mittelgroße Produktentanker mit hoher Flexibilität. Sie reagieren sensibel auf regionale Engpässe und Handelsverschiebungen.
LR2
LR2-Tanker sind große Produktentanker, die raffinierte Produkte über lange Distanzen transportieren. Sie liegen größenmäßig zwischen Aframax und Suezmax.
RoRo
RoRo steht für „Roll-on/Roll-off“. Fahrzeuge fahren direkt auf das Schiff statt in Containern transportiert zu werden.
Auto-Carrier
Auto-Carrier sind spezialisierte RoRo-Schiffe für Autos und Fahrzeuge. Aktuell profitieren sie stark von E-Auto-Exporten und knapper Neubauflotte.
Shipping-Zyklus
Der Shipping-Zyklus wird von Flottenwachstum, Orderbuch und Nachfrage bestimmt. In Phasen knapper Flotte können Dayrates explodieren – genau diese Zyklen lassen sich antizyklisch nutzen.
Baltic Dry Index (BDI)
Der Baltic Dry Index misst die Frachtpreise im Dry-Bulk-Segment. Er ist ein zentraler Indikator für die Ertragslage von Bulk-Reedereien.
Dayrate
Die Dayrate ist die Tagesrate, die ein Schiff am Markt erzielt. Sie ist der wichtigste Hebel für Gewinne und Dividenden im Shipping.
Chartermarkt
Der Chartermarkt ist der Markt, auf dem Schiffe vermietet oder gemietet werden. Hier werden Charterraten und Vertragslaufzeiten ausgehandelt.
Charterraten
Charterraten sind die Preise, die ein Charterer pro Tag oder Reise für ein Schiff zahlt. Sie bestimmen direkt die Umsatzseite vieler Reedereien.
TCE (Time Charter Equivalent)
TCE setzt unterschiedliche Erlösstrukturen (Spot, Time Charter, Pools) in eine vergleichbare Tagesrate um – Standard-Kennzahl zum Vergleich von Reedereien.
Clarksons Index
Der Clarksons Index basiert auf Daten von Clarksons Research, einem führenden Anbieter von Shipping-Marktdaten (Raten, Orderbücher, Flotten).
Drewry Index
Der Drewry Index misst insbesondere Containerfrachtraten. Er ist ein wichtiger Indikator für den Zustand des Containermarktes.
Charter-Spezialist
Ein Charter-Spezialist betreibt Schiffe vor allem über langfristige Charters oder Pools. Dadurch werden Cashflows stabiler, aber die volle Upside im Spotmarkt wird begrenzt.
Flottenalter
Das Flottenalter ist das durchschnittliche Alter der Schiffe einer Reederei. Jüngere Flotten sind effizienter, ältere Flotten können von hohen Schrottpreisen profitieren.
Schrottpreis
Der Schrottpreis ist der Preis, den Reeder beim Verschrotten alter Schiffe erhalten. Hohe Schrottpreise beschleunigen oft das Flotten-„Aufräumen“ in schwachen Märkten.
Spotmarkt
Der Spotmarkt umfasst kurzfristige Charterverträge. Er ist deutlich volatiler als der Time-Charter-Markt, bietet dafür aber hohe Upside in Boomphasen.

LNG, LPG & Gas-Shipping

LNG (Liquefied Natural Gas)
LNG ist verflüssigtes Erdgas, das bei sehr niedrigen Temperaturen transportiert wird. LNG-Carrier fahren häufig auf langfristigen Verträgen und bieten oft sehr stabilen Cashflow.
LPG (Liquefied Petroleum Gas)
LPG umfasst Flüssiggas wie Propan und Butan. LPG-Carrier profitieren von Energiehandel, Arbitrage-Spreads und moderner Flotte.

Orderbuch, Werften & Flottendynamik

Orderbook
Das Orderbook umfasst alle bestellten, aber noch nicht ausgelieferten Schiffe. Hohe Orderbücher signalisieren künftiges Flottenwachstum und können spätere Rate-Überangebote auslösen.
Werftkapazität
Die Werftkapazität gibt an, wie viele Schiffe Werften pro Jahr tatsächlich bauen können. Begrenzte Kapazitäten wirken wie ein Deckel auf das Orderbuch und stützen bestehende Flotten.
Newbuild
Ein Newbuild ist ein neu bestelltes bzw. gebautes Schiff. Newbuild-Aktivität zeigt, wie optimistisch Reeder in Bezug auf zukünftige Raten sind.
Neubaupreis
Der Neubaupreis ist der Preis für ein neues Schiff bei der Werft. Steigende Preise wirken wie ein „Floor“ für Asset-Werte der bestehenden Flotte.
Fleet Renewal
Fleet Renewal beschreibt die Erneuerung einer Flotte durch Verkäufe, Verschrottung und Neubauten. In der grünen Schifffahrt wird dieser Prozess durch neue Regulierungen beschleunigt.
Supply-Schock
Ein Supply-Schock tritt auf, wenn sich das verfügbare Schiffsangebot plötzlich verändert – etwa durch Sanktionen, Blockaden oder massive Verschrottungswellen.

Grüne Schifffahrt, ETS & Regulierung

ETS Maritime
ETS Maritime bezeichnet die Einbindung der Schifffahrt in den EU-Emissionshandel. Reeder müssen für einen Teil ihrer Emissionen CO₂-Zertifikate (EUAs) kaufen – ein neuer Kostenblock, der Effizienz und Modernisierung belohnt.
FuelEU Maritime
FuelEU Maritime schreibt eine schrittweise Reduktion der Treibhausgasintensität der verwendeten Schiffstreibstoffe vor. Reeder werden so in Richtung LNG, Methanol, Ammoniak und andere Low-/Zero-Carbon-Fuels gedrückt.
CII (Carbon Intensity Indicator)
Der CII misst die Emissionsintensität eines Schiffs pro transportierter Einheit. Schiffe werden in Klassen (A–E) eingeteilt – schlechte Ratings können zu Restriktionen und Retrofit-Druck führen.
EEXI
Der EEXI ist ein Effizienz-Index für bestehende Schiffe. Er definiert Mindeststandards für den Energieverbrauch pro transportierter Einheit und zwingt ältere Schiffe oft zu technischen Upgrades oder Speed-Reduktionen.
MEPC
Das MEPC (Marine Environment Protection Committee) ist ein Ausschuss der IMO, der Umweltregeln für die Schifffahrt entwickelt und beschließt – z. B. CII, EEXI und GHG-Strategien.
IMO (International Maritime Organization)
Die IMO ist die UN-Sonderorganisation für Schifffahrt. Sie legt globale Standards für Sicherheit, Umwelt und Emissionen fest.
IMO GHG Strategy
Die IMO GHG Strategy definiert globale Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen in der Schifffahrt. Sie ist der langfristige Rahmen für CII, EEXI und künftige CO₂-Maßnahmen.
CO₂eq
CO₂eq steht für „CO₂-Äquivalente“ und fasst verschiedene Treibhausgase in einer gemeinsamen Einheit zusammen. So werden Emissionen vergleichbar gemacht.
Emissionsintensität
Die Emissionsintensität misst Emissionen pro transportierter Einheit (z. B. g CO₂ pro Tonnenmeile). Sie ist Kern vieler Regulierungen wie CII oder FuelEU.
Carbon Allowance
Carbon Allowances sind handelbare Emissionsrechte, etwa im EU-ETS. Reeder müssen sie kaufen, um ihre CO₂-Emissionen abzudecken – zusätzliche Kosten, die Effizienz belohnen.
EUA (EU Allowance)
EUAs sind die standardisierten CO₂-Zertifikate im EU-Emissionshandel. Ihr Preis beeinflusst direkt die Zusatzkosten für CO₂-intensive Reedereien.
Slow Steaming
Slow Steaming bedeutet bewusst langsameres Fahren zur Senkung von Treibstoffverbrauch und Emissionen. Es reduziert zugleich das effektive Schiffsangebot – bullish für Raten.
Retrofit
Ein Retrofit ist die technische Nachrüstung eines bestehenden Schiffs (z. B. neue Propeller, Rotorsegel, Scrubber), um Effizienz und Regulierungskonformität zu verbessern.
Corrective Action Plan (CAP)
Ein Corrective Action Plan ist ein Maßnahmenplan, den Reeder bei schwachen CII-Ratings vorlegen müssen. Er enthält Schritte zur Verbesserung von Effizienz und Emissionswerten.
Hull Coating
Hull Coating bezeichnet spezielle Rumpfbeschichtungen, die den Wasserwiderstand verringern. Sie sparen Treibstoff und verbessern Effizienz- und Emissionskennzahlen.
Propeller-Upgrade
Ein Propeller-Upgrade ersetzt alte Propeller durch effizientere Designs. Das reduziert Treibstoffverbrauch und verbessert CII- und EEXI-Werte.
Rotorsegel (Rotor Sail)
Rotorsegel nutzen den Magnus-Effekt, um mit Wind zusätzliche Vortriebskraft zu erzeugen. Sie senken Treibstoffverbrauch und Emissionen, vor allem auf windreichen Routen.
Wind Assist
Wind Assist umfasst alle Technologien, die Windkraft als Zusatzantrieb nutzen (z. B. Rotorsegel, Flügelsegel). Ziel: Fuel-Savings und bessere Emissionswerte.
Dual Fuel
Dual-Fuel-Schiffe können mit zwei verschiedenen Treibstoffen betrieben werden (z. B. Schweröl und LNG oder Methanol). Das erhöht Flexibilität und Zukunftssicherheit.
Ammoniak als Treibstoff
Ammoniak gilt als potenzieller Zero-Carbon-Treibstoff für die Schifffahrt, wenn er „grün“ produziert wird. Infrastruktur, Sicherheit und Motoren befinden sich noch im Aufbau.
Methanol / E-Methanol
Methanol und insbesondere E-Methanol sind wichtige Kandidaten für klimafreundliche Schiffstreibstoffe. Erste Reedereien bestellen bereits große Methanol-Flotten.
Zero Emission Fuels
Zero Emission Fuels sind Treibstoffe, die keine oder nahezu keine Netto-Emissionen verursachen (z. B. grüner Wasserstoff, grünes Ammoniak, E-Methanol).
Lifecycle Emissions
Lifecycle Emissions berücksichtigen Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Treibstoffs – von Produktion („Well“) bis Verbrennung („Wake“) im Schiff.

Weitere wichtige Begriffe

Diversifikation
Diversifikation bedeutet, dein Kapital auf verschiedene Sektoren, Regionen und Einzeltitel zu verteilen, um Klumpenrisiken zu reduzieren.
AISC – All-In Sustaining Cost
AISC (All-In Sustaining Cost) ist die wichtigste Kostenkennzahl bei Goldminen und anderen Edelmetallproduzenten. Sie umfasst alle Kosten, um die aktuelle Produktionsrate aufrechtzuerhalten: direkte Förderkosten, Energie, Royalties, Umweltkosten, G&A-Overhead und Sustaining CapEx. Je niedriger der AISC, desto profitabler die Mine. Goldproduzenten mit AISC unter 1.000 USD/oz gelten als sehr effizient.
Royalty & Streaming – Passives Mining-Exposure
Royalty-Unternehmen kaufen das Recht, einen Prozentsatz der Mine-Produktion oder des Umsatzes zu erhalten (NSR = Net Smelter Return). Streaming-Unternehmen vereinbaren vorab einen Liefervertrag zu einem Festpreis (z. B. Gold zu 400 USD/oz). Beides ermöglicht Mining-Exposure ohne Betriebsrisiken. Bekannte Beispiele: Franco-Nevada, Wheaton Precious Metals, Royal Gold.
Ore Grade – Erzgehalt
Der Erzgehalt (Head Grade) gibt an, wie viel Metall in einer Tonne Gestein enthalten ist – z. B. 1,5 g/t Gold. Höherer Erzgehalt bedeutet niedrigere Förderkosten pro Unze. Über die Lebensdauer einer Mine sinkt der Erzgehalt oft (Grade Decline). Beim Vergleich von Minen ist der Erzgehalt zusammen mit dem AISC die wichtigste Qualitätskennzahl.
Uran – Yellowcake & U₃O₈
Uran (chemisch U) ist der Brennstoff für Kernkraftwerke. Die Handelsform ist Yellowcake (U₃O₈). Der Uranpreis wird in USD pro Pfund U₃O₈ angegeben. Großproduzenten sind Kasachstan (Kazatomprom), Kanada (Cameco) und Australien. Uran gilt als Knappheits-Trade: Neue Reaktoren weltweit und ausgedünnte Lagerbestände sorgen für strukturelle Nachfrage.
NSR – Net Smelter Return
Eine NSR-Royalty berechtigt den Inhaber zu einem festgelegten Prozentsatz der Bruttoeinnahmen, die eine Mine nach Abzug von Verhüttungs- und Raffinierungskosten erzielt. NSRs laufen typisch über die gesamte Minenlebensdauer und sind besonders wertvoll, weil keine Betriebskosten anfallen.
Marktkapitalisierung – Market Cap
Die Marktkapitalisierung ist der aktuelle Börsenwert eines Unternehmens: Aktienkurs × Anzahl ausstehender Aktien. Large Cap: >10 Mrd. USD | Mid Cap: 2–10 Mrd. | Small Cap: 300 Mio.–2 Mrd. | Micro Cap: <300 Mio. Zusammen mit dem Enterprise Value ist sie die Ausgangsgröße für fast alle Bewertungsmultiples.
DCF – Discounted Cash Flow
Das DCF-Modell berechnet den fairen Wert eines Unternehmens, indem es zukünftige Free Cashflows mit einem Diskontierungssatz (WACC) auf den heutigen Barwert abzinst. Der DCF gilt als fundamentale Bewertungsmethode, ist aber stark von Annahmen über Wachstum und Diskontierungssatz abhängig.
WACC – Kapitalkosten
Der WACC (Weighted Average Cost of Capital) ist der gewichtete Durchschnitt aus Eigenkapital- und Fremdkapitalkosten. Er dient als Diskontierungssatz im DCF-Modell. Hoher WACC = strengere Bewertungsanforderungen = niedrigerer fairer Wert. Hard-Asset-Unternehmen mit stabilen Cashflows haben oft niedrigere WACCs.
P/FCF – Kurs-Cashflow-Verhältnis
Das Kurs-Free-Cashflow-Verhältnis (P/FCF) setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Free Cashflow je Aktie. Es zeigt, wie günstig eine Aktie gemessen an ihrem realen Geldfluss bewertet ist – und ist oft aussagekräftiger als das KGV, da Buchgewinne manipulierbar sind, Cashflows jedoch nicht.
Beta – Marktrisiko-Kennzahl
Beta misst, wie stark eine Aktie gegenüber dem Gesamtmarkt schwankt. Beta 1 = gleichauf mit dem Markt. Beta >1 = überproportionale Schwankungen (mehr Risiko, mehr Chance). Beta <1 = defensivere Aktie. Viele Hard-Asset-Aktien haben Beta-Werte unter 0,8 – sie sind weniger korreliert mit Tech-getriebenen Marktphasen.
DPS – Dividende je Aktie
DPS (Dividend Per Share) ist die gesamte Dividende, die ein Unternehmen pro Aktie und Zeitraum ausschüttet. DPS × Aktienanzahl = gesamte Dividendenausschüttung. Steigendes DPS über mehrere Jahre ist ein gutes Zeichen für solides Dividendenwachstum. Der Yield on Cost basiert immer auf dem ursprünglichen Kaufkurs und dem aktuellen DPS.
DRIP – Dividenden-Reinvestitionsplan
Ein DRIP (Dividend Reinvestment Plan) erlaubt es Aktionären, ihre Dividenden automatisch in neue Aktien des gleichen Unternehmens zu reinvestieren – oft ohne Transaktionsgebühren und teils mit Kursabschlag. DRIPs nutzen den Zinseszins-Effekt maximal aus und eignen sich besonders für langfristige Dividendeninvestoren.
Dividend Coverage Ratio – Dividendendeckung
Die Dividend Coverage Ratio zeigt, wie oft der Gewinn (oder DCF) die Dividende abdeckt. Berechnung: EPS / DPS oder DCF / Distribution. Wert >2 gilt als sehr sicher. Wert unter 1 bedeutet: die Dividende wird aus der Substanz gezahlt – ein Warnsignal für eine Kürzung.
MLP – Master Limited Partnership
Eine MLP ist eine US-Unternehmensstruktur, die vor allem für Energie-Infrastruktur genutzt wird. MLPs zahlen keine Körperschaftsteuer und schütten den Großteil des Cashflows als Distributions aus. Wichtig für nicht-US-Investoren: Auf Distributions fällt oft 37–39 % Quellensteuer an. Außerdem kommt das K-1 Steuerformular, das die Steuererklärung erheblich erschwert. Bekannte MLPs: Enterprise Products Partners (EPD), Magellan Midstream.
Distributable Cash Flow (DCF) – Midstream
Der Distributable Cash Flow (DCF) ist die zentrale Cashflow-Kennzahl bei MLPs und Midstream-Unternehmen. Er zeigt, wie viel Cashflow nach Betriebskosten und Maintenance CapEx für Ausschüttungen verfügbar ist. Das Verhältnis DCF / Distributions ergibt die Coverage Ratio – ein Maß für die Dividendensicherheit.
Deflation
Deflation bezeichnet einen allgemeinen Rückgang des Preisniveaus. Im Gegensatz zur Inflation steigt dadurch die reale Kaufkraft des Geldes. Deflation ist für Schuldner problematisch (reale Schuldenlast steigt) und kann wirtschaftliche Abwärtsspiralen auslösen. Hard Assets und Rohstoffe schneiden in deflationären Phasen typischerweise schwach ab – aber hohe Dividenden können den Gesamtertrag abfedern.
Realrendite – Real Return
Die Realrendite ist die Investmentrendite nach Abzug der Inflation. Formel: Realrendite ≈ Nominalrendite − Inflationsrate. Eine Anleihe mit 3 % Zinsen bei 5 % Inflation hat eine Realrendite von −2 % – d. h. Kaufkraftverlust. Hard Assets wie Rohstoffe, Schiffe und Pipelines haben historisch bessere Realrenditen als Nominal-Assets in Inflationsphasen erzielt.
Antizyklisch investieren
Antizyklisches Investieren bedeutet, in Sektoren zu investieren, die gerade im Tief sind und von der breiten Masse gemieden werden – um bei der Erholung überproportional zu profitieren. Klassische antizyklische Sektoren: Rohstoffe, Shipping, Kohle und Uran in Bärenmärkten. Das Gegenteil ist prozyklisches Investieren (Kaufen auf dem Höchststand, Verkaufen im Tief).
Working Capital – Netto-Umlaufvermögen
Das Working Capital ist die Differenz aus kurzfristigem Vermögen (Forderungen, Vorräte, Cash) und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Positives Working Capital = das Unternehmen kann kurzfristige Verpflichtungen decken. Negatives Working Capital kann auf Liquiditätsprobleme hinweisen, ist aber in manchen Sektoren (Einzelhandel, Supermarkte) strukturell normal.
Leerverkauf – Short Selling
Beim Leerverkauf leiht ein Investor Aktien, verkauft sie und kauft sie später (hoffentlich günstiger) zurück. Ziel: Profit aus fallenden Kursen. Hohes Short-Interest bei einer Aktie kann ein Warnsignal sein – oder im Falle eines Short Squeeze zu explosiven Kursgewinnen führen (viele Leerverkäufer müssen gleichzeitig zurückkaufen).

Hinweis: Dieses Glossar stellt keine Anlageberatung dar, sondern erklärt Begriffe, die ich in meiner persönlichen Investment-Strategie nutze.